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Samstag, 26. Februar 2011

new adventures... sunshine coast

Zur früher Stunde (7:45 am Ortszeit) war ein Treffen bei der Autovermietung in der Stadt angesetzt. Alle Expeditionsteilnehmer (Rony, Sandi, Juan und ich) haben es auch relativ rechtzeitig dorthin geschafft. Alle bis auf Thomas. Der hatte sich leider mit den Himmelsrichtungen vertan und ist mit einer dezenten Verspätung um 9 dort eingetroffen. Dann konnte es losgehen. Die erste Herausforderung war der Linksverkehr. Einer der leider weniger guten englischen Kolonial-Altlasten der Australier (sonst habe ich prinzipiell nichts gegen die Queen auf den Münzen oder Rugby und Kricket). Rony, der Fahrer unseres Vertrauens, hat es aber doch geschafft uns relativ sicher durch den Verkehr zu bringen. Die erste Station war Coulum Beach. Dort haben wir uns bei einer Runde „Limetten Boccia“ mit 100% natürlichen Kugeln aus lokalem Anbau (Limettenbaum neben der Straße) gleich mal sportlich betätigt. Nach dieser Anstrengung ging es dann weiter zum Sunshine Beach (ja eine Menge Sunshine in der Gegend), wo wir gleich ein Picknick am Strand zwecks Verpflegung unternommen haben. By the way… die Früchte in Australien sind ein Wahnsinn. Werde vermutlich niemals mehr Mangos, Ananas oder Melonen daheim essen können, weil die zum Kotzen schmecken, im Vergleich zu den richtig Reifen Früchten hier. Naja, das wird mich aber erst daheim beschäftigen. 

Anyway, es ging weiter zum Noosa National Park. Da wir ja alle waschechte Touristen sind, wollten wir natürlich ein paar Koalas in freier Wildbahn besichtigen. „Top ausgestattet“ mit Bikini und Flipflops sind wir dann gleich mal durch den Urwald gelatscht. Zuerst am coast way zur Alexandria Bay, was ein wirklich schöner Strand mit meterhohen Wellen ist, wo außer uns KEIN Mensch war. Paradiesich. Nachdem in unserer Reisegruppe auch eine richtige Biologin vertreten war, mussten wir natürlich den Rückweg durch den Wald antreten. Dort hat sie auch ganz brav bei jedem Busch Station gemacht und sonstige Krabbeltiere (wääää) aus der Nähe betrachtet. Sandi ist dann prompt von einer der berühmten australischen „Stachelameisen“ (Bitte an alle Biologen die richtige Bezeichnung nachzuschlagen) gestochen worden. Laut ihren Angaben hat der Finger dann 3 Stunden pulsiert. Und die Moral von der Geschicht… Ich greif nur an was niedlich ist. ;)

Da es sich bei allen Expeditionsteilnehmern um Einser-Kandidaten in Geografie handelt, haben wir uns gleich mal so richtig verrannt. Den lokalen Hinweisschildern mit australischen Kilometerangaben ist auch nur bedingt zu trauen nachdem wir nach einem Schild mit der Aufschrift „Park headquarters 1.5 km“ sicher 5 km in die Richtung gerannt sind ohne dieses ominöse „Park headquarter“ gefunden zu haben. Man stelle sich folgendes Szenario vor: Eine Gruppe von Studenten im Urlaub verlaufen sich im Wald und finden nicht hinaus bis es dunkel ist. Plötzlich knackt es unheimlich im Gebüsch… Wen erinnert das an was? Kleiner Tipp: 90% der schlechten Horrorfilme beginnen mit diesem Szenario.

Alle die mich kennen, wissen, dass ich NIE herumnörgle oder anderweitig zipfig bin. Daher habe ich in bewährter Tradition alle Expeditionsteilnehmer mit Kommentaren wie „Ich will endlich raus aus dem verdammten Wald“ etc. regelmäßig aufgemuntert. Spätestens als es dunkel geworden ist, haben mich meine „Stahlseil-Nerven“ verlassen und ich bin in monotones Angstgejammere verfallen. Zum Glück hat unsere leicht Ameisen-lädierte Biologin beherzt den nächsten Stock ergriffen und a) durch Schläge auf den Boden die örtliche Schlangenpopulation vertrieben und b) durch Herumgefuchtel in der Luft die ortsansässigen Spinnen in Schach gehalten. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Sandi!

Wir sind dann doch noch irgendwie aus diesem verdammten Wald rausgekommen ohne von Anacondas oder Funnel Web Spiders attackiert worden zu sein. Dafür haben wir ausgesehen und gerochen wie nach einer 5 Tage Jungle-Expedition. Aufgrund der leichten Verspätung durch unseren ausgiebigen Waldspaziergang, mussten wir das Mietauto am Flughafen zurückgeben. Leider gehen um diese Zeit keine Trains oder öffentliche Busse von dort in die Stadt und wir mussten ein Taxi klar machen. Sind dann irgendwann um halb 12 in der Nacht im Hostel angekommen. Naja, vielleicht schaff ich es ja doch noch im nächsten halben Jahr zu lernen wo Norden ist auf der Südhalbkugel. ;)

Da ich ja NIE sowas wie einen Fotoapparat vergesse, habe ich leider keine Fotos von diesem Trip zur Hand. Ich bemühe mich aber die Fotos von den Anderen zu organisieren und dann an späterer Stelle nachzureichen. :)

Fotos von Noosa von Rony: https://picasaweb.google.com/106424291676814769009/NoosaNationalPark#

my new home

Vorher





Habe die erste Nacht in meinem neuen Zimmer verbracht. Kein Vergleich mit einer Nacht im „Komfort-Hostel“ mit 5 schnarchenden Männern. Es schläft sich einfach besser in einem Queensize Bed. ;) Auch der Rest vom Haus ist genial. Super schönes Bad und neue Küche. Alles was das Herz begehrt inkl. neuem Flachbildfernseher im Wohnzimmer. Derzeit wohnen wir zu dritt da. Rony und ich und ein Australier namens Michael. Der hat schon einen großen Sympathievorsprung, da er stolzer Besitzer einer Hyundai Rostschüssel ist und damit 100mal mobiler als wir. Die Busverbindungen haben Friesacher Niveau (d.h. es fahren Busse im regelmäßigen Abstand von 3 Stunden oder so).

Die Erfahrung mussten wir leidlich machen, als wir gestern vom Dreckshostel in unser neues Heim übersiedelt sind. Vorher mussten wir noch zur Agency unseren contract unterschreiben. Irgendwie haben wir es da geschafft dreimal den falschen Bus zu erwischen. Dafür kennen wir jetzt wieder drei neue Stadtteile von Brisbane inkl. des leider weniger sehenswerten, dafür aber umso größeren „Dutton Park cementary“. Meine lieben Hinterbliebenen, solltet ihr mich jemals dort bestatten, suche ich euch als Geist heim! Wir sind dann doch noch mit nur 1 Stunde Verspätung bei der Agency eingetroffen. Bin schon gespannt auf die Letzte im Bunde. Morgen soll noch eine Australierin bei uns einziehen. Dann sind wir komplett. We will see …

Nachher







Donnerstag, 24. Februar 2011

Surfers Paradise

Tag 5 in Brisbane wird gleich mal stilecht am Strand verbracht. Nach einer "kurzen" Zugfahrt für australische Verhältnisse von 1 Stunde und einer noch kürzeren Busfahrt von einer halben Stunden sind wir dann auch in Surfers Paradise angekommen (ja, der Ort heißt wirklich offiziell so). Die Anreise hat sich aber gelohnt. Vor uns breitet sich ein eeeeeewig langer Sandstrand aus, so weit das Auge reicht und auch gleich eeeeeeewig viele Touristen dazu, die alle, genauso wie wir Idioten, an den größten Touristenstrand von Queensland gekarrt wurden. Vor uns entladen sich busweise Scharen von top-ausgestatteten Asiaten inkl. neuester Fototechnologie und Badeschlapfen. Zum Glück verirren die sich gleich am Anfang mal so richtig und treffen erst Stunden später am 500 m entferten Strand ein. :) Trotzdem ist der Strand groß genug um auch die asiatischen Massen inkl. uns aufzunehmen und es verläuft sich ziemlich.

Bei 36 Grad im Schatten machen wir uns mal gleich auf die Suche nach ein bisschen Schatten, was sich als echte Challenge herausstellt. Vorerst finden wir jedoch Unterschlupf hinter einem Container, der aus welchen Gründen auch immer am Strand rumsteht. Gleich daneben haben die örtlichen Badewaschl ihre Base aufgebaut und achten penibel darauf, dass auch wirklich alle 5000 Leute NUR ZWISCHEN DEN FAHNEN SCHWIMMEN, die ca. 10 m von einander entfernt sind. Übeltäter werden sofort mit dem Megaphon zur Ordnung gerufen. Wenn man mehrmals dagegen verstößt bekommt man glaub ich 15 Jahre bis lebenslänglich. Die Aussies sind da sehr genau. :P

Dafür ist aber das Wasser Quallen und Hai frei, was einen echten Luxus darstellt. Später können wir uns dann vor den aufdringlichen möchtegern Baywatch Heinis in den Schatten eines Hochhauses flüchten, da ja ganz Surfers Paradise bis zum Strand mit Hotels zugepflastert ist. Auf alle Fälle hat sich der Tag voll ausgezahlt und dank Sunscreen Faktor 50 hab ich auch keinen Sonnenbrand bekommen. Danke Mama, dass du auf diesen lächerlich hohen Sonnenschutz bestanden hast (meine Aussage war ja: "a geh, der 15er Schutz vom Sommer geht sicha a")!

Brisbane... die ersten Tage

Tag 1
Wir wurden gleich mal mit einem richtigen Regenguss begrüßt. Der konnte aber leider nicht den Gestank aus unserem Hostelzimmer vertreiben. Die Unterkunft ist eher bescheiden, aber wir machen das Beste daraus. Priorität Nr. 1 momentan ist sowieso die Überwindung des Jet lags. Erster Schock sind die Essenspreise... erinnert an die USA.

Tag 3
Der erste Eindruck von Uni Campus ist zum Einen sehr groß und zum Anderen sehr schön angelegt. Überall Grünflächen wohin das Auge reicht. Wird sicher nicht leicht sich zurechtzufinden, aber mit der Zeit wird das schon klappen. Schlimm ist nur, dass es sich anfühlt wie im ersten Semester. Alles ist wieder total neu und ungewohnt. Bin schon gespannt auf die Kurse und meine Professoren. Trotz neu erworbener Go-Card (lokale Train/Bus/Ferry Karte) sind wir brav von der Uni zum Hostel per pedes heimgewandert. Wir waren fast schon in einer Stunde da. Die Entfernungen sind unglaublich. Da merkt man wieder in was für einem Mini-fuzi-Land wir eigentlich wohnen. Die größte Sorge liegt aber derzeit noch in der Beschaffung einer adequaten Wohngelegenheit. Die meisten "Shared accommodations" sind entweder zu teuer oder irgendwo im Nirgendwo. Die Dingos lassen grüßen...

Tag 4
Unser kurzer Ausflug in die Stadt zwecks Handy Beschaffung ist zu einem Shop to Shop Hopping Marathon bei Vodafone ausgeartet. Zum Glück bin ich jetzt auch endlich in Australien mobil erreichbar. Die Wohnungssuche wird mal wieder auf später verschoben. Nicht sehr löblich. Dafür wird jetzt mal Open air Kino in South Bank gechillt. Wir haben uns kurzfristig einer Gruppe Deutscher angeschlossen. Gespielt wird "Inception" zum Glück auf Englisch. Sonst redet man ja nur Deutsch die ganze Zeit. Naja... das ändert sich auf der Uni sicherlich.
Unser "luxuriöses" 6 Bett Zimmer im Hostel beherbergt jetzt aktuell neben Rony und mir noch einen Australier, 2 Pakistani und einen Dänen.

on the way

Das war wohl der längste Flug meiner bisherigen Karriere. Zuerst von Wien nach Dubai ca. 6 Stunden, dann von Dubai nach Singapur ca. 5 Stunden und dann nochmal von Singapur nach Brisbane ca. 15 Stunden. Zum Glück ist es mir gelungen die meiste Zeit davon zu verschlafen. Also vom Flug selber kann ich daher nit viel berichten, außer dass das Essen im Flieger immer noch osteuropäischen Substandard hat und Economy Class in Sardinen Klasse unbenannt werden sollte. Da hat nicht mal ein 5jähriges Kind Beinfreiheit.


Dubai
Der erste Eindruck ist einfach nur riesig. Ein Duty-free shop nach dem anderen. Wobei das Angebot aber eher eintönig ist. Die Auswahl hat man zwischen Alk, Zigaretten und Parfum. Zu diesen Klassikern gesellen sich neuerdings auch Electronic devices, wie das I-pad. Genauso wertfrei wie die obig angeführten Waren. Genial ist allerdings die Oase in Mitten der Wartehalle. Angeblich wohnen da in den echten (!) Bäumen auch Vögel. Aber laut Auskunft des lokalen Vogelexperten/Candy Shop Verkäufers "schlafen" die gerade. Zum Glück ist neben der Oase ein paradiesischer Starbucks angesiedelt. Alte USA Angewohnheiten kommen wieder zum Vorschein (Eva, Michi, ihr wisst von was ich rede). Begebe mich nach dem Caramel Macchiato auf Adaptersuche. Irgenwie unlogisch in Dubai einen Austria-Australia Adapter zu suchen. Aber man hat sonst nicht viel zu tun. waiting... waiting... waiting...
Überraschung! Bin fündig geworden und nun stolze Besitzerin eines Universal-Welt-Kann-man-überhaupt-überall-anwenden-Adapters. Der äußerst freundliche Mitarbeiter des lokalen Electronic stores hat jedenfalls die Tauglichkeit für Australien bestätigt. Und hat auch sonst noch allerlei Nettigkeiten von sich gegeben. Bin dann jedoch schnell geflüchtet bevor der Typ den Schleier für mich auspacken konnte (alles Moslems in Dubai). Aja... bin übrigends auch im Ausland gemein. Weiter gehts....

Singapur
Quickstop in Singapur. Quick-Zusammenfassung: GROSS und viele Asiaten :) wir waren nur zum Tanken da.

Brisbane
Nach gefühlten und tatsächlichen 28 Stunden Reisezeit endlich: "Sie haben ihren Zielort erreicht". Wurden dort von den lokalen Uni-Transport-Beauftragten empfangen und zu unserem Hostel chauffiert. Luxus dieser Uni-Service! Jetzt erst mal 100 Stunden schlafen....

Mittwoch, 23. Februar 2011

Welcome to my blog...

Ich habe es jetzt endlich auch geschafft einen Blog einzurichten. Werde alle Interessierten in Zukunft an meinen Erlebnisse in Downunder teilhaben lassen. Also viel Spass mit dem Unsinn ;)

Die ersten Tage gibts nur als Review, aber ab heute sind die Posts dann aktuell.