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Sonntag, 8. Mai 2011

The "survivalcamp" at Stradbroke Island

Erst einmal muss gesagt sein, dass ich an dieser Stelle und im Laufe des Berichts kein Mitleid von einem der Leser erwarte, da ich mich selbst, mit offenen Augen und vollständig informiert, auf dieses Abenteuer eingelassen habe. ;)





Am Freitag Nachmittag haben wir uns alle, noch gänzlich relaxt, auf der Uni zur Abfahrt nach Stradbroke Island versammelt. Nachdem einige logistische Schwierigkeiten geklärt waren (zu wenige Autos für zu viele Leute + Gepäck), konnten wir uns unbeschwert auf den Weg machen. Einige Leute hatten wohl die Absicht, sich häuslich auf der Insel niederzulassen und zu dem Zweck gleich mal den ganzen Hausstand eingepackt (Bevor hier falsche Vermutungen aufkommen: Ich habe zum Glück gar nicht so viel Zeug!). Die Fährenfahrt war wie immer angenehm, wenn auch ein bisschen kalt, aber mit wunderbarer view auf den Sonnenuntergang. Dafür war es dann aber auch stockfinster, als wir endlich ca. gegen 6 Uhr den Campingplatz erreicht haben. 

Zelt aufbauen im Dunklen ist ein Spaß! "Kann mal jemand eine Lampe bringen?", "Was? Wir haben nur eine?", "Ist das ein Teil von meinem Zelt oder von deinem?", "Verdammt, ich habe die Haken ausgestreut!" Solche und ähnliche Konversationen fanden zu diesem Zeitpunkt in völliger Dunkelheit dort statt (Das Bild links zeigt die nicht weniger stümperhaften Abbauversuche am Sonntag). Nachdem wir es mysteriöser Weise aber doch geschafft haben die Zelte einigermaßen stabil aufzubauen, kam schon der erste Ruf unserers *hust* Peinigers *hust* und wir begaben uns folgsam wie die Lämmchen zum Strand. Ein Strand bei Nacht unter Sternenhimmel ist nur halb so romantisch, wenn man gerade im Eiltempo durch die Gegend gehetzt wird. Ein paar push-ups da, ein paar sit-ups hier und dazwischen ein bisschen Herumgerenne. Wer wird denn da gleich müde werden? Und dann noch ein paar Techniken, die aufgrund mangelnder Sicht, nur verbal angeordnet werden können. Man kann sich das Chaos vorstellen. Zum Schluss sind jedenfalls alle halbtod im Sand gelegen und haben nach Atem gerungen. Und dann ging das Training los.

Nach einer "erholsamen" Nacht im Zelt bei eisigen Temperaturen (Jeder der mich kennt, weiß, dass ich  immer halberfroren bin, wenn es nicht wenigstens 25 Grad im Zimmer hat als optimale Schlaftemperatur.) und nachdem ich in der Nacht alle 10 Minuten aufgewacht bin, war ich dann in der Früh komplett zerschlagen. Aber da gibt es keine Gnade. Um 6 Uhr wird zum Apell geblasen und dann geht auch schon die erste Trainingseinheit des Tages los. Und wieder Laufen, Laufen, Laufen, Techniken, Krafttraining, Sparring (= Freikampf), Sterben. Stattgefunden hat das Training aber in wunderschöner Umgebung am Strand bei Sonnenaufgang. Leider war nicht der Sonnenaufgang "atemberaubend", sondern eher die 50 knee-ups. Um das ganze Elend zu verkürzen: Der Tagesplan am Samstag lautete folgendermaßen:

1. 06:00-08:00 1. Einheit
2. 08:00-09:30 Frühstück
3. 09:30-11:30 2. Einheit
4. 11:30-13:30 Mittagspause
5. 13:30-15:30 3. Einheit
6. 16:00-18:00 4. Einheit

Also kurz gesagt: Training von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, im wahrsten Sinne des Wortes. Am Abend ging es dann noch nach dem "lockeren" Tag in ein nahegelegenes Pub zum Abendessen. Nach einem Bier hat man sicher jedenfalls wieder fast wie ein Mensch gefühlt. Die zweite Nacht habe ich dann jedenfalls, trotz Kälte und komischen Geräuschen unbekannten Ursprungs, im komatösen Zustand verbracht. Trotzdem war ich unerklärlicherweise am Sonntag morgen um 6 Uhr nicht wirklich fit und ausgeschlafen. Zum Glück waren es ja nur zwei "entspannte" Einheiten bis zu Mittag, die ich doch irgendwie durchgestanden habe.

Obwohl ich zeitenweise das Gefühl hatte, eigentlich schon bewusstlos zu sein und nur mein Unterbewusstsein hat weitertrainiert, war das Ganze wirklich ein Erlebnis. Abgesehen von der ganzen Plagerei, waren die Leute alle wirklich gut drauf und die Zeit ist extrem schnell vergangen. Leider muss ich sagen, dass mein Selbstbewusstsein ein bisschen angeknackst ist, nachdem ich gesehen habe, wie fit die Australier sind. Da kann ich wohl komplett einpacken. Während die locker flockig in der Gegend herumrennen, bin ich wie ein hundert Jahre alter Köter mit hängender Zunge hinterhergezockelt. Naja, dafür war ich dann beim Biertrinken ganz vorn dabei (man kann leicht zu trauriger Berühmtheit gelangen ;). Es hat wirklich viel Spaß gemacht und meine Club-Genossen sind alle sehr nett. Trotzdem reicht mir ein Trainingslager im "Aussie-Stil". Nächstes Jahr bin ich wieder mit dem Heimatverein in Porec vertreten und da heißts wieder "Vuulgaas geben"! XD


Montag, 2. Mai 2011

Once upon a time in Sydney...

Zusammenfassung meines Sydney Wochenendes: geil! Für alle, die es lieber etwas ausführlicher haben: Bitte, ihr habt es so gewollt:

Meine Reise hat am Donnerstag zeitig in der Früh um 5:30 begonnen. Da ich bekanntlicherweise ein echter Morgenmensch bin, frage ich mich, wie ich es in meiner zombie-artigen Auffassungsgabe überhaupt zum Flughafen geschafft habe. Aber irgendwie ist es mir dann doch gelungen. Nach einem kurzen Flug von nur einer Stunde (ist mir eher wie eine Busfahrt vorgekommen, nachdem ich ja eher 24 h lange Flüge gewöhnt bin...) mit der örtlichen Billig-Airline Tiger Airways mit nur einenhalb Stunden Verspätung in Sydney gelandet. Aber nachdem ich ja "Pulkovo-Airline" Standard genießen durfte (Insider wissen wovon ich schreibe, für alle anderen: http://de.wikipedia.org/wiki/Pulkovo_Airlines ;), bin ich ja zufrieden überhaupt angekommen zu sein. Tiger-Airways hat es zwar geschafft zwei Sitzreihen mehr als alle anderen Fluglinien in den Airbus380 reinzukriegen, aber immerhin sind die zierlichen Singapuresinnen (?) locker im Mittelgang durchgekommen (im Vergleich zu den Pulkovo Stewardessen, die allesamt den Charme und die Statur einer UDSSR Hammerwerferin haben :-P). 

Sydney hat mich dann gleich mal gebührend mit einem Regenguss begrüßt, der eine Tsunami Warnung verdient hätte. Aufgrund meiner unglaublich intensiven Recherchen im Voraus, habe ich dann vor Ort erkannt, dass mein Hostel in Chinatown liegt. Der Eingang war eine ominöse Tür mit einer Glocke daneben und einer Treppe in den ersten Stock. Für alle Leser, die sich gleich was Blödes denken (Ja Marko, du bist gemeint! :-P): es hat jedenfalls keine rote Laterne davor gehangen. Ist mir zumindest nicht aufgefallen. Ich habe dann gleich mal ein bisschen das Zentrum von Sydney erkundet. Die "Hauptstraße" ist die George Street , daneben die Elisabeth Street, gefolgt von der Ann Street Kreuzung Edward Street bla bla bla (aufgrund der Straßenbezeichnungen kann man eine leichte Affinität der Sydneydianer zu den britischen Royals erkennen). Der Abend wurde dann stilvoll in einem Irish-Pub bei sehr günstigem (!) Bier beendet. Leider war die Life-Musik da nur halb so gut wie das Bier. Hätten sie wenigstens was Irisches gespielt, aber nein, es musste ja irgendso ein Ö3-Hits Unsinn sein. Hat nur noch gefehlt, dass der Robert Kratky den Nachtflug eingeleitet hat. ;) Naja, habe dann im "Komfort-Hostel" im Vierbettzimmer mit Rony und zwei Franzosen/innen eine mehr oder weniger erholsame Nacht verbracht.

Morgenstund schmeckt ungesund... oder so ähnlich. Jedenfalls hat der Freitag schon früh begonnen. Die erste positive Überraschung des Tages war das gratis Frühstück im Hostel. Gestärkt mit einem echten australischen Gourmet-Frühstück (= toast, peanutbutter, jelly, cereals, instant coffee) konnte ich dann den Tag in Angriff nehmen. Mein erster Weg hat mich zum "Paddy's Market" geführt, der gleich neben dem Hostel ist. Dort findet man meine nette Auswahl an Obst und Gemüse sowie diverse Standln mtit garantiert echter Markenkleidung. Angefangen von D&G Shirts über Plüschkängurus bis hin zu Samurai-Schwertern war da wirklich alles zu finden. Meine Aufmerksamkeit hat aber der örtliche "Chinesen-Supermarkt" erregt. Dort habe ich mich auch gleich stilecht mit "Lunch" eingedeckt und mich auf den Weg zum Hyde Park gemacht (die Australier müssen auch wirklich alles klauen!). Die Beschreibung des unglaublich "tollen" Anzac-Memorials  im Hyde Park erspare ich der eifrigen Leserschaft an dieser Stelle. Vielleicht sollte die australische Regierung mal sowas wie: "Australia's next meaningful public holiday" veranstalten, bei dem bessere Feiertage gecastet werden. Naja, vielleicht habe ich auch einfach den Sinn nicht verstanden, den Tag der Invasion der australischen Truppen in Gallipoli (Türkei) im ersten Weltkrieg zu feiern. Zudem die da auch noch so richtig eins auf die Mütze bekommen haben. Irgendwie sind sie schon strange, die Australier. Ok, ich bitte die historische Ausschweife zu entschuldigen. Zurück zum Thema: Rosa Elefanten. Ach nein... Sydney. Zum Glück hat sich am Ende des Hyde Parks der Royal Botanic Garden befunden, der sich als wirklich sehenswert entpuppt hat.

Dort haben wir dann auch gleich im Rosengarten eine Lunch-Pause eingebaut. Das Chinesenfutter hat sich als eher ungeniesbar erwiesen und wir waren heilfroh, dass wir doch noch in weiser Voraussicht Obst eingekauft haben. Vielleicht hätten wir auch einfach nicht nur die Packungen kaufen sollen, die so lustig ausgeschaut haben, nachdem ja die Inhaltsangaben leider auf chinesisch waren. Dem Geschmack nach zu Urteilen, war da irgendwas mit frittierte Anchovies und irgendwelche Früchte, die wie Eier ausschauen und einfach nur grauslich geschmeckt haben, eingfärbte Zuckerwürfel, Waxberries mit Pflaumenwein-Aroma und eine Baumrinde mit Teryaki Geschmack. Schmatz... oder wohl eher: Würg. Die Übelkeit haben wir dann mit einem flotten Spaziergang zur Oper vertrieben. Zunächst mussten wirvaber mal in der Oper Zuflucht suchen vor dem Monsoon-Regenguss.

Das Sydney Opera house ist ein wirklich beeindruckendes Bauwerk... von weiter weg. Von der Nähe und von Innen ist es nur ein Betonhaufen, aber aufgrund des vorherrschenden Ostblockcharme-Beton-Stils in den 1970ern, nicht verwunderlich. Nach einem Kaffee am Circular Quay mit Ausblick auf die Oper (man gönnt sich ja sonst Nichts) gings dann weiter auf die Harbour Bridge. Der famous "Bridge-Climb" wurde wetterbedingt und vorallem kostenbedingt (200 Dollar) weg-rationalisiert. Die spinnen ja die Aussies! Ich zahl doch keine 200 Dollar damit ich auf so eine blöde Brücke rauf kralln kann. Da gibts ja nit mal einen Lift! Dafür bin ich aber dann brav die gefühlten 2000 Stufen zum Pylon Lookout raufgetrottet und hab dort ein paar Touristenstandard-Fotos gemacht. Komme mir langsam e wie ein fotowütiger Japaner vor. Die ganze Zeit renne ich mit dem blöden Ding durch die Gegend, damit ja alle daheim neidisch werden beim Anblick der Fotos. Ja liebe Leute, bitte honoriert mal an dieser Stelle meine Selbstlosigkeit :-P. Anyway... an dem Tag habe ich sicher 50 km per pedes zurückgelegt und bin dementsprechend wie ein Stein ins nervig quietschende Hostelbett gefallen.

Der Samstag hat wettertechnisch schon ein bisschen besser begonnen. An dieser Stelle eine kurze Wetterexkursion: In Brisbane würde ich das Wetter momentan als "spätsommerlich" bezeichnen. In Sydney als "Holla, der der Herbst ist da". Bunte Blätter auf den Bäumen und pulloverwetter Temperaturen + verdammter Herbstregen. Der alte rostige Regenschirm und ich sind seither gute Freunde. Ich nenne ihn liebevoll: "Drecksschirm", bevorzugt wenn er sich wieder mal bei der kleinsten Windböe aufstellt. Liebe Mama, bitte kauf das nächste Mal qualitativ hochwertige Regenschirme, die ich dann klauen kann. ;) Und ich mache nie mehr Witze über die lächerlich großen Aussie-Regenschrime. Die wissen schon, warum das Ding so groß wie ein Zelt ist. Ok, so viel zum Wetter.

Der erste Stop des Tages war ein Besuch am Darling Harbour und im dortigen Australian National Maritime Museum. Der kulturelle Input macht natürlich hungrig, weshalb dann zu Mittag der berühmte Sydney Fish Market angesteuert wurde. Dort habe ich mir dann mal herrliche Riesen-Prawns in Salzkruste gegönnt und die unglaubliche Auswahl an Meeresfrüchte bewundert. Da ist jeder Fischmarkt in Österreich wie die Spar  Fischabteilung im Vergleich dazu. Gestärkt habe ich mich dann auf die Manly ferry geschleppt und dort auf der Fahrt den schönen Ausblick genossen. Die Bucht von Sydney hat fast einen mediteranen Flair mit den ganzen kleinen Segelbooten und der felsigen Küste. Manly beach ist jedenfalls ein stereotyper Surfer-Strand und es waren auch wirklich nur Neoprenanzug-Haubentaucher-Surfer im Wasser unterwegs aufgrund der steifen Brise. Auf der Rückfahrt wollte ich dann Postkartenfotos von der Oper bei Nacht schießen und habe erkannt, dass meine Kamera kompletter Mist ist. Das kommt davon, wenn man an der falschen Stelle spart. Blödes Hofer-Krafl. *grrrr* Meinen Ärger habe ich dann im Luxus des Hostels sofort vergessen und bin sofort eingepennt.

Der letzte Tag war wie üblich wettertechnisch der schönste. Sydney hat sich gefreut mich wieder loszuwerden. Frechheit. Naja, dafür habe ich aber noch einen netten halben Tag im Sonnenschein genießen dürfen und ein bissi Shopping war dann auch noch drin in der Queen Victoria Mall und im "Strand". Tiger Airways hat mich dann mit nur einer halben Stunde Verspätung pünktlich nach Brisbane zurückgebracht, wo mich mein herrliches quietschfreies Riesenbett und mein eigenes Zimmer erwartet haben... Home sweet home! :)

Dienstag, 12. April 2011

Ein Besuch im Museum...

Nach einer Kurzschluss-Entscheidung wurde am Samstag die örtliche Gallery of Modern Arts von uns gestürmt. Wer mich kennt, weiß wie sehr ich normalerweise mein Gesicht vor Abscheu verziehe, wenn ich nur an moderne "Kunst" denken muss. Da bietet sich mir ein inneres Bild des Grauens angefangen von sinnlosen Farbkleksen, die auch mit höchster Anstrengung der Fantasie nicht den Eiffelturm erkennen lassen, bis hin zu Installationen aus Restmüll, die (jaja so innovativ) auf die Wegwerfgesellschaft aufmerksam machen sollen, in der wir leben. Kurz gesagt: Ich mag keine moderne Kunst. Der aufmerksame Leser wird sich an dieser Stelle sicherlich fragen: Warum geht die dann bitte überhaupt in eine Modern Arts Gallery? Ja, lieber Leser, das habe ich mich bei betreten des Gebäudes dann auch gefragt, konnte mich aber nur auf das ausgeprägte menschliche Herdenverhalten hinausreden.

Anyway... Das Ganze war überraschender Weise der volle Erfolg! Das könnte natürlich auch daran liegen, dass die australischen Museen generell sehr an Kinder angepasst sind und daher jede Menge Unterhaltung bieten (und darüberhinaus auch kostenlos sind! Ja, liebe Betreiber der Kartenverkaufsstelle an der Westminster Abbey: ES GEHT AUCH UNTER 16 PFUND IHR HALSABSCHNEIDER!!! und das für eine Kirche... pffff). Im Eingangsbereich befinden sich jedenfalls zwei große Metall-Rutschen, die was-weiß-ich für eine Kunst darstellen sollen. Daneben findet man den Lego-Baustellen-Bereich, in dem mehr Erwachsene (!) als Kinder eifrig an der Nachahmung berühmter Bauwerke arbeiten. Dazwischen hängen immer wieder interessante Bilder und andere Ausstellungsstücke.

Jedenfalls bietet das Museum eine Vielzahl interessanter Dinge zu besichtigen und einen eigenwilligen Mix aus Kunst und Erlebnis. Da gäbe es zum Beispiel den Nachbau eines Swimmingpools den man von oben und unten besichtigen kann. Oder den Elefanten, der irgendwie sehr traurig mitten im Gang herumliegt. Ich hoffe immer noch, dass der nur geschlafen hat. :( Auch interessant war die Alien Embassy mit dem Einreise-Fragebogen (Ich wäre selbstverständlich aufgrund meiner Antworten einreisebefähigt gewesen... irgendwie bedenklich, wenn man es genau betrachtet). Mein Favourit war jedoch die Installation eines Künstlers aus haufenweise Drahtkleiderbügel in dem Vogelhäuser etc. aufgehängt waren und in dem echte lebende Vögel herumgeflogen sind. Die wohnen da. Naja, zumindest solange bis der erste Greenpeace-Aktivist die Ausstellung besucht. ;) Leider hat man da keine Fotos machen dürfen. Sonst hätte es wahrscheinlich die Piepmatze direkt vom Kleiderbügel gehaut bei dem Blitzlichtgewitter (man erinnere sich an die zahlreichen asiatischen Besucher. Die sind überall!). Wie dem auch sei... es war auf alle Fälle ein gelungener Ausflug und ich muss wohl meine Basis-Einstellung zu moderner Kunst noch mal überdenken. Man lernt nie aus!




















Dienstag, 29. März 2011

Nachtrag...

Aufgrund vermehrter Nachfrage von vielen Seiten wird an dieser Stelle die fotografische Darstellung meines "Flitzers" nachgeholt. Durch die leichten Rostansammlungen an den meisten Teilen, wird hier von einer Nahaufnahme des Gerätes abgesehen. Ich bitte um Verständnis und allgemeines Mitleid. :P


Man beachte bitte die dynamische Aufschrift auf dem Wahnsinns-bike!


Ja man muss tatsächlich über genug Charisma verfügen, um sich auf diesem Drahtesel durch die Gegend zu trauen. Und nun auf grund noch größerer Nachfrage und zur allgemeinen Belustigung (ich agiere ja gerne als Hofnarr für meine Lieben) und zur Beruhigung mütterlicher Sorge.... ta ta taaaaaaa...

Die allgemeinen Helmpflicht in Australien :)

Sonntag, 27. März 2011

Ein Sonntag in Lone Pine...

Ja die möglichen Freizeitaktivitäten in Brisbane unterscheiden sich schon merklich von dem vielfältigen Angebot in St. Stefan. Und Koalas und Kängurus streicheln ist auch irgendwie cooler als Kühe oder? In diesem Sinne hat sich unsere bewährte Reisegruppe (Sandi, Rony, Thomas, Juan und ich) an diesem Sonntag auf den Weg zur Lone Pine Koala Sanctuary gemacht. Die Wetterfee wahr uns auch hold und hat uns weder Regen noch sengende Hitze beschert. Unter besten Bedingungen sind wir dann schließlich am Nachmittag dort eingetroffen.

Ich muss sagen, dass ich als Skeptikerin davon überrascht war, dass die Koalas tatsächlich so süß sind wie man es sich vorstellt. Die hängen die ganze Zeit super faul in den Bäumen herum und futtern Eukalyptus Blätter. Der Tagesablauf eines Koalas besteht aus 60% Schlafen, 39% Essen und 1% Aktivität. Tja Koala müsste man sein (der wohlriechende Atem aufgrund des erhöhten Eukalyptus-Verzehr nicht zu vergessen! Und wahrscheinlich haben Koalas auch nie Halsweh. Soweit zu meinen Theorien. :) Außerdem sind Koalas super flauschig und soooo herzig zum Anschauen. Liebe Mama, ich mag auch einen Koala daheim haben, statt dem grenzdebilen Kater! *liebschau* Nur der Eukalyptus-Import wird teuer.... ökonomisch betrachtet... Frachtkosten... Aaaah verdammt. Doch nix mit Koala. Aber vielleicht ein Känguru...

Die gibts nämlich auch in Hülle und Fülle in Lone Pine. Untergebracht sind die lustigen Hüpfer in einem Gehege, dass für Besucher zugänglich ist. Ganz brav in alter Touristen-Tradition haben wir auch gleich versucht unsere Standard-Touri-Fotos mit den Kängurus zu schießen. Was sich als echte Challange entpuppt hat. Man sieht die Kängurus vor lauter asiatischer Touristen nicht mehr! Nachdem ich, aufmüpfig wie ich bin, durch 15 Känguru Nahaufnahmen von irgendwelchen Japanern gelatscht bin, konnte ich die Meute erfolgreich verdrängen und doch noch ein paar nice pics machen. Ja dieser Touristenkram ist ansteckend wie eine Seuche... Die Kängurus sind aber schon total Touristen-abgehärtet (oder auch im Wachkoma, man weiß es nicht). Jedenfalls kann man die super streicheln und aus der Hand füttern (*räusper* was wir natürlich nicht gemacht haben, weil verboten ;).


Neben den Koalas und Kängurus haben wir auch noch viele andere interessante australische Tiere dort angetroffen. Die ganze cremè dela cremè der australischen VIP-Viecher war vorhanden: Dingos, Papageien, Schnabeltiere, Schlangen, kleine Krokos, tasmanische Teufel und Wombats. Wobei die Wombats sich aber entschlossen haben dem roten Teppich den Rücken zu kehren und sich lieber in ihrer Erdhöhle zu verkriechen, als sich von der fotowütigen Touristenmeute ablichten zu lassen. Wo sie recht haben.... aufs Titelblatt kommen ja doch nur wieder die süßen Koalas und Kängurus dieser Welt. Ja als Wombat hat mans schwer. Vielleicht hilft ja ne Hollywood Diät oder so. ;)






























 

Dienstag, 22. März 2011

Field trip nach Moreton Bay

Der ganze Trip hat ja schon mal nicht so toll begonnen. Mit meinen gefühlten 100 kg Gepäck musste ich mit meinem Schrottfahrrad um halb 7 in der Früh auf die Uni gurken. Durchschnittliche Geschwindigkeit meiner Fahrt: 0.003 km pro Stunde. Dafür haben wir dann aber voll motiviert die Busfahrt von der Uni nach North Stradbroke Island angetreten. Da dieser Ort nicht nur zum Spaß "Island" heißt, sind wir dann mit der Fähre inkl. Bus übergesetzt, um dann vor Ort von strömenden Regen begrüßt zu werden. Dieser Regen hat sich dann auch gleich mal hartnäckig für zwei Tage durchgesetzt. Was für unsere Felarbeit (= direkte Übersetzung von field work) nicht so förderlich war

Spannenderweise durften wir am Tag eins durch die örtliche "rocky shore", "sandy beach" und "seagrass area" latschen, um die unendliche Schönheit der örtlichen "Seegurken-Population" oder die sehr beruhigende Anwesenheit des "blue-dotted octupus" (der Biss kann tödlich sein, auf alle Fälle aber extrem schmerzhaft) zu bewundern. Begleitet wurden wir von einem nervtötenden unendlichen Regenguss, der trotz Regenschutz irgendwie doch immer einen Weg in den Ärmel oder den Kragen finden konnte. Dannach durften wir uns aber beim "Afternoon tea" (jaja die britische Kolonie kommt doch noch so hier und da mal durch) trockenen und entspannen.

Überhaupt war der Dreitagestrip eher eine kulinarische Reise als eine Exkursion. Begonnen hat der Tag um 7 (!) mit einem ausgiebigen Breakfast (Eier, Speck, Cereals, Toast, etc.), um 10 war es dann Zeit für den Morning Tea (Kuchen, Kekse), pünktlich um 12 war dann Mittagessen, der Nachmittag wurde durch den Afternoon Tea um halb 4 durchbrochen und schließlich um 6 dann das Abendessen. Durchbrochen wurde der Essenplan nur durch ein paar kurze Spaziergänge zwecks wissenschaftlicher Rechtfertigung der Exkursion.

Tag zwei war bestimmt durch ein äußerst sinnvolles Research project. Thema unserer Arbeit: diversity and abundance of species above and unterneath rocks in the intertidal area in Moreton Bay. Die ganze Arbeit war auch so interessant wie der Titel: hauptsächlich Steine umdrehen und schauen, was darunter ist. Das Ganze wurde dann hochwissenschaftlich aufgeblasen am Abend vor versammelter Mannschaft präsentiert. Nur soviel soll dazu gesagt sein: unser Projekt war NICHT das langweiligste.

Tag drei war dafür umso geiler. Erstens war mal das Wetter endlich passend mit 35 Grad und Sonnenschein. Der Tag hat mit einem Ausflug auf die andere Seite der Insel begonnen. Dort sind wir dann einen genialen Uferweg entlang gewandert von einem Strand zum anderen. Dabei habe ich sogar ein paar Delfine und Schildkröten und einen Rochen gesichtet. Am letzten Strand hat uns dann unser Lunch erwartet und ein herrliches Bad im Meer, dass ich nach dem schweißtreibenen Herumgewandere auch dringend nötig hatte. Obwohl ich ja mittlerweile das konstante Schwitzen gewöhnt bin. Es variiert nur die Intensität des Geschwitzes im Laufe des Tages von "leicht schwitzend" bis "verdammt ich transpiriere zu Tode".

Dannach sind wir schwup-die-wup mit der Fähre wieder auf die andere Seite und zurück in den Uni-Alltag geschippert. Zum Glück darf ich jetzt einen Report über unser "tolles" Projekt schreiben. Keine Ahnung wie ich da auf die geforderten 3000 Worte kommen soll. Naja vielleicht schreib ich ja einfach: "Under rock number one I found 15 oysters, 4 little black snails and a crab. Under rock number 2 I found..." by the way: Wir haben 40 Steine umgedreht. ;)




















Mittwoch, 16. März 2011

Die Dinge nehmen ihren Lauf...

Heute war ein erfolgreicher Tag in vielerlei Hinsicht. Zum einen bin ich seit heute Morgen stolze Besitzerin eines 30 Dollar Bikes. Der größte Vorteil an diesem Rad ist wohl der Preis, aber der ist ziemlich überzeugend. ;) Der Rest davon ist leider eher bescheiden (extrem dirty, keine Luft in den Reifen und nur Gott weiß, ob die Bremsen tatsächlich funktionieren). Aber nachdem ich ja enormes Gottvertrauen besitze, bin ich zuversichtlich, dass sich mein Flitzer als echter Glücksgriff entpuppt. 

Bin einfach nur froh, wenn ich nicht mehr abhängig bin von dem extrem bescheuerten Bussystem in Brisbane. Die Fahrpläne sind eigentlich völlig überflüssig. Man stelle sich folgendes Szenario vor: Ich komme zur Bushaltestelle und sehe Folgendes auf der Anzeige: 124 10:25, 110 10:30, 125 10:42. Ok mein Hausverstand sagt mir also, nachdem es auf meiner Uhr 10:20 ist, dass der nächste Bus der 124er um 10:25 ist. Offensichtlich besitze ich wohl gar keinen Hausverstand, da der erste Bus der ankommt, der 125er um 10:22 ist??? Also das System funktioniert so: Man kommt zur Bushaltestelle, ignoriert die Anzeige und wartet einfach solange bis der Bus kommt, den man braucht. Dauert ca. zwischen 2 und 50 Minuten. Daher also: Juhu ich hab ein Fahrrad! :)

Das zweite Ereignis heute war die Installation des WLAN Modems. Und tatsächlich funktioniert das Netz jetzt ziemlich gut. Also Mama jetzt habe ich keine Ausrede mehr, warum ich nicht mit dir skypen kann und ich muss wohl doch mal mein Zimmer aufräumen. ;)

Außerdem hab ich heut die erste Präsentation auf der Uni gehabt in meinem Education Kurs. Das Ganze hat schon mal super begonnen, nachdem der Ton leider nicht funktioniert hat von dem Video am Anfang und dann hat auch das Internet rumgesponnen. Naja, dafür hab ich mich dann nur 100 Mal versprochen und ich bin nit sicher, ob irgendwer was verstanden hat. Wobei es wahrscheinlich auch besser so ist, wenn man den Unsinn betrachtet, den ich da so von mir gegeben hab. Aber dafür haben dann alle brav mitdiskutiert.

Am Abend war ich jetzt noch in meiner ersten Taekwondo Einheit. Bin dort gleich mal im "Teakwondo I can't do without" Shirt aufgetaucht und wurde daher gleich mal von einer Kollegin angesprochen. Die Konversation hat ungefähr folgendermaßen ausgesehen:

Sie: Have you been practicing Taekwondo before?
Ich: Yes, actually I have the yellow belt back in Austria.
Sie: Oh, so you are quite good at it?
Ich: No, not really, but I know some punches and kicks and some patterns.

Daraufhin haben wir dann angefangen mit dem Training. Nach ungefähr 10 Minuten hab ich keine Luft mehr bekommen, nach 30 Minuten ist mir schwarz vor den Augen geworden und nach 50 Minuten war ich glaub ich schon im Koma und nur mehr mein Unterbewusstsein hat weiter trainiert. Anyway... bei meinen schon bekannten "punches and kicks" bin ich jedenfalls sogar schon bei der Vorwärtsfußstellung (Taekwondo Insider wissen wovon ich spreche, alle anderen: schauts gefälligst im Internet nach! :) 10 mal vom Trainer korrigiert worden und mein Handkantenschlag wurde nur mit einem Kopfschütteln seinerseits kommentiert. Ich bin dann jedenfalls ziemlich kleinlaut aus dem Martial Arts Gym geschlichen. Fürs nächste Mal weiß ich jedenfalls, dass man tief fallen kann, wenn man aufs hohe Ross steigt. ;)

So weit mal das Neueste. Am Wochenende gehts auf Exkursion mit meinem Australian Marine Environment Kurs nach Moreton Bay. Freu mich schon darauf und werde sobald ich kann davon berichten!

Sonntag, 6. März 2011

Ausflug zum Mount Coot-tha


Unser ausflugswütige „Rudel“ hat sich heute am Sonntag wieder mal zu einer Exkursion entschlossen. Ziel diesmal ist der Hausberg von Brisbane (sozusagen der „Schlossberg“ der Brisbanianer oder Brisbanesen???), der berühmte „Mount“ Coot-tha. Ja liebe Leute, mit der Zeit gewöhnt man sich an die ganzen komischen Namen. Ich kann mittlerweile schon zwischen Woollongabba, Mooroka, Yronga, Coorparoo etc. unterscheiden (das sind alles Stadtteile von Brisbane). Den Namen „Mount“ hat er allerdings wirklich nur bedingt verdient. In Österreich ist das wohl eher ein besserer Hügel. Naja, lassen wir halt den Australiern die Freude.

Wir sind dann jedenfalls zu moderater Stunde (ca. 12 zu Mittag) in den Zug zur City gestiegen und diesmal auch ohne Verfahren am King George Square eingetroffen. Ziemlich genial sind die immer wieder zwischen den Hochhäusern auftauchenden kleinen alten Gebäude. So wie z.B. die City Hall auf dem Foto mit den adäquaten feudalen Löwen davor. Richtig im Touristenstil hab ich gleich mal haltmachen müssen, um ein paar doofe Fotos mit den örtlichen Känguru Statuen machen zu können. An dieser Stelle muss ich eingestehen, dass man DOCH auf Kängurus reiten kann (vielleicht aber doch nicht in die Arbeit Schatzi ;).



Anyway… nach der touristischen Fotosession sind wir dann auch gleich in den richtigen Bus zum Mount Coot-tha eingestiegen und heil im Botanic Garden angekommen. Ohne den Grazer Botanikern auf den Schlips treten zu wollen: Ihr könnts einpacken mit eurem Kräutergarten! (offizielle Bezeichnung: „Botanischer Garten“). Dort haben wir uns durch den „Exotic Rainforest“ bis zum Japanischen Garten durchgeschlagen. Die dort kultivierte Bonsai Sammlung ist echt ein Wahnsinn. Miniaturbäume, die sooooo echt ausschauen wie große Bäume (ok sie sind natürlich auch echt, aber halt nicht groß). Oje, da kommt mein biologisches Unwissen wieder zum Vorschein. Sollten meine Biologie Professoren durch Zufall ebenfalls den Blog lesen: Ich weiß immer noch, dass DNA Desoxiribonucleinsäure heißt.
Mein besonderer Liebling des Gartens ist aber der Kakao Baum. Da ist auf Anhieb Sympathie in der Luft gelegen. Nur leider wollte er dann doch nicht mit mir mitgehen. Gute Erziehung wahrscheinlich („Steig zu keinem Fremden ins Auto…“). An dieser Stelle: Liebe Mama, wie wäre es mit ein paar Kakaobäumen im „Gemüsegarten“ statt den sinnlosen Blumen und dem Basilikum-Urwald? Auf alle Fälle eine Option oder? Eine eigenen Schokoladeproduktion… *schmatz*. Besonders lieb sind auch die anderen Bewohner des Botanic Gardens. Ein lizard hat sich dort in der Wärme auf einem Stein gesonnt. Weniger lieb ist die örtlichen Spinnen Population. Die haben alle extrem gefährlich ausgesehen. Zumindest aus dem 20 Meter Sicherheitsabstand, den ich stets versuche einzuhalten.






Nach einem netten Spaziergang durch den Garten sind wir dann weiter zum Mount Coot-tha Lookout. Der hat sich tatsächlich als sehenswert erwiesen und ein paar tolle „Skyline“ Fotos von Brisbane ergeben. Wer in dem ganzen Grün die Stadt findet ist super. Leider ist die Wanderung zum Wasserfall leider ausgefallen, da der letzte Bus in die City ja schließlich schon um 5 von dort geht. Die spinnen überhaupt ein bisschen die Australier mit ihren Zeiten. Uni Partys beginnen um 6 (!) am Abend und hören dafür um 12 auf. Naja zugegeben die Australier sind bis dahin e alle so nudelfett, dass sie heim müssen, aber trotzdem: Was sind das bitte für Zeiten? Ist ja wie im Altersheim. Ich sehe schon, ich muss denen mal zeigen, was echte Wipäd Fortgeh Zeiten sind (ja liebe Klasse, ich habe euch nicht vergessen! Lasst die Tradition auch ohne mich nicht untergehen!).