Unser ausflugswütige „Rudel“ hat sich heute am Sonntag wieder mal zu einer Exkursion entschlossen. Ziel diesmal ist der Hausberg von Brisbane (sozusagen der „Schlossberg“ der Brisbanianer oder Brisbanesen???), der berühmte „Mount“ Coot-tha. Ja liebe Leute, mit der Zeit gewöhnt man sich an die ganzen komischen Namen. Ich kann mittlerweile schon zwischen Woollongabba, Mooroka, Yronga, Coorparoo etc. unterscheiden (das sind alles Stadtteile von Brisbane). Den Namen „Mount“ hat er allerdings wirklich nur bedingt verdient. In Österreich ist das wohl eher ein besserer Hügel. Naja, lassen wir halt den Australiern die Freude.
Wir sind dann jedenfalls zu moderater Stunde (ca. 12 zu Mittag) in den Zug zur City gestiegen und diesmal auch ohne Verfahren am King George Square eingetroffen. Ziemlich genial sind die immer wieder zwischen den Hochhäusern auftauchenden kleinen alten Gebäude. So wie z.B. die City Hall auf dem Foto mit den adäquaten feudalen Löwen davor. Richtig im Touristenstil hab ich gleich mal haltmachen müssen, um ein paar doofe Fotos mit den örtlichen Känguru Statuen machen zu können. An dieser Stelle muss ich eingestehen, dass man DOCH auf Kängurus reiten kann (vielleicht aber doch nicht in die Arbeit Schatzi ;).



Anyway… nach der touristischen Fotosession sind wir dann auch gleich in den richtigen Bus zum Mount Coot-tha eingestiegen und heil im Botanic Garden angekommen. Ohne den Grazer Botanikern auf den Schlips treten zu wollen: Ihr könnts einpacken mit eurem Kräutergarten! (offizielle Bezeichnung: „Botanischer Garten“). Dort haben wir uns durch den „Exotic Rainforest“ bis zum Japanischen Garten durchgeschlagen. Die dort kultivierte Bonsai Sammlung ist echt ein Wahnsinn. Miniaturbäume, die sooooo echt ausschauen wie große Bäume (ok sie sind natürlich auch echt, aber halt nicht groß). Oje, da kommt mein biologisches Unwissen wieder zum Vorschein. Sollten meine Biologie Professoren durch Zufall ebenfalls den Blog lesen: Ich weiß immer noch, dass DNA Desoxiribonucleinsäure heißt.

Mein besonderer Liebling des Gartens ist aber der Kakao Baum. Da ist auf Anhieb Sympathie in der Luft gelegen. Nur leider wollte er dann doch nicht mit mir mitgehen. Gute Erziehung wahrscheinlich („Steig zu keinem Fremden ins Auto…“). An dieser Stelle: Liebe Mama, wie wäre es mit ein paar Kakaobäumen im „Gemüsegarten“ statt den sinnlosen Blumen und dem Basilikum-Urwald? Auf alle Fälle eine Option oder? Eine eigenen Schokoladeproduktion… *schmatz*. Besonders lieb sind auch die anderen Bewohner des Botanic Gardens. Ein lizard hat sich dort in der Wärme auf einem Stein gesonnt. Weniger lieb ist die örtlichen Spinnen Population. Die haben alle extrem gefährlich ausgesehen. Zumindest aus dem 20 Meter Sicherheitsabstand, den ich stets versuche einzuhalten.




Nach einem netten Spaziergang durch den Garten sind wir dann weiter zum Mount Coot-tha Lookout. Der hat sich tatsächlich als sehenswert erwiesen und ein paar tolle „Skyline“ Fotos von Brisbane ergeben. Wer in dem ganzen Grün die Stadt findet ist super. Leider ist die Wanderung zum Wasserfall leider ausgefallen, da der letzte Bus in die City ja schließlich schon um 5 von dort geht. Die spinnen überhaupt ein bisschen die Australier mit ihren Zeiten. Uni Partys beginnen um 6 (!) am Abend und hören dafür um 12 auf. Naja zugegeben die Australier sind bis dahin e alle so nudelfett, dass sie heim müssen, aber trotzdem: Was sind das bitte für Zeiten? Ist ja wie im Altersheim. Ich sehe schon, ich muss denen mal zeigen, was echte Wipäd Fortgeh Zeiten sind (ja liebe Klasse, ich habe euch nicht vergessen! Lasst die Tradition auch ohne mich nicht untergehen!).
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