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Dienstag, 29. März 2011

Nachtrag...

Aufgrund vermehrter Nachfrage von vielen Seiten wird an dieser Stelle die fotografische Darstellung meines "Flitzers" nachgeholt. Durch die leichten Rostansammlungen an den meisten Teilen, wird hier von einer Nahaufnahme des Gerätes abgesehen. Ich bitte um Verständnis und allgemeines Mitleid. :P


Man beachte bitte die dynamische Aufschrift auf dem Wahnsinns-bike!


Ja man muss tatsächlich über genug Charisma verfügen, um sich auf diesem Drahtesel durch die Gegend zu trauen. Und nun auf grund noch größerer Nachfrage und zur allgemeinen Belustigung (ich agiere ja gerne als Hofnarr für meine Lieben) und zur Beruhigung mütterlicher Sorge.... ta ta taaaaaaa...

Die allgemeinen Helmpflicht in Australien :)

Sonntag, 27. März 2011

Ein Sonntag in Lone Pine...

Ja die möglichen Freizeitaktivitäten in Brisbane unterscheiden sich schon merklich von dem vielfältigen Angebot in St. Stefan. Und Koalas und Kängurus streicheln ist auch irgendwie cooler als Kühe oder? In diesem Sinne hat sich unsere bewährte Reisegruppe (Sandi, Rony, Thomas, Juan und ich) an diesem Sonntag auf den Weg zur Lone Pine Koala Sanctuary gemacht. Die Wetterfee wahr uns auch hold und hat uns weder Regen noch sengende Hitze beschert. Unter besten Bedingungen sind wir dann schließlich am Nachmittag dort eingetroffen.

Ich muss sagen, dass ich als Skeptikerin davon überrascht war, dass die Koalas tatsächlich so süß sind wie man es sich vorstellt. Die hängen die ganze Zeit super faul in den Bäumen herum und futtern Eukalyptus Blätter. Der Tagesablauf eines Koalas besteht aus 60% Schlafen, 39% Essen und 1% Aktivität. Tja Koala müsste man sein (der wohlriechende Atem aufgrund des erhöhten Eukalyptus-Verzehr nicht zu vergessen! Und wahrscheinlich haben Koalas auch nie Halsweh. Soweit zu meinen Theorien. :) Außerdem sind Koalas super flauschig und soooo herzig zum Anschauen. Liebe Mama, ich mag auch einen Koala daheim haben, statt dem grenzdebilen Kater! *liebschau* Nur der Eukalyptus-Import wird teuer.... ökonomisch betrachtet... Frachtkosten... Aaaah verdammt. Doch nix mit Koala. Aber vielleicht ein Känguru...

Die gibts nämlich auch in Hülle und Fülle in Lone Pine. Untergebracht sind die lustigen Hüpfer in einem Gehege, dass für Besucher zugänglich ist. Ganz brav in alter Touristen-Tradition haben wir auch gleich versucht unsere Standard-Touri-Fotos mit den Kängurus zu schießen. Was sich als echte Challange entpuppt hat. Man sieht die Kängurus vor lauter asiatischer Touristen nicht mehr! Nachdem ich, aufmüpfig wie ich bin, durch 15 Känguru Nahaufnahmen von irgendwelchen Japanern gelatscht bin, konnte ich die Meute erfolgreich verdrängen und doch noch ein paar nice pics machen. Ja dieser Touristenkram ist ansteckend wie eine Seuche... Die Kängurus sind aber schon total Touristen-abgehärtet (oder auch im Wachkoma, man weiß es nicht). Jedenfalls kann man die super streicheln und aus der Hand füttern (*räusper* was wir natürlich nicht gemacht haben, weil verboten ;).


Neben den Koalas und Kängurus haben wir auch noch viele andere interessante australische Tiere dort angetroffen. Die ganze cremè dela cremè der australischen VIP-Viecher war vorhanden: Dingos, Papageien, Schnabeltiere, Schlangen, kleine Krokos, tasmanische Teufel und Wombats. Wobei die Wombats sich aber entschlossen haben dem roten Teppich den Rücken zu kehren und sich lieber in ihrer Erdhöhle zu verkriechen, als sich von der fotowütigen Touristenmeute ablichten zu lassen. Wo sie recht haben.... aufs Titelblatt kommen ja doch nur wieder die süßen Koalas und Kängurus dieser Welt. Ja als Wombat hat mans schwer. Vielleicht hilft ja ne Hollywood Diät oder so. ;)






























 

Dienstag, 22. März 2011

Field trip nach Moreton Bay

Der ganze Trip hat ja schon mal nicht so toll begonnen. Mit meinen gefühlten 100 kg Gepäck musste ich mit meinem Schrottfahrrad um halb 7 in der Früh auf die Uni gurken. Durchschnittliche Geschwindigkeit meiner Fahrt: 0.003 km pro Stunde. Dafür haben wir dann aber voll motiviert die Busfahrt von der Uni nach North Stradbroke Island angetreten. Da dieser Ort nicht nur zum Spaß "Island" heißt, sind wir dann mit der Fähre inkl. Bus übergesetzt, um dann vor Ort von strömenden Regen begrüßt zu werden. Dieser Regen hat sich dann auch gleich mal hartnäckig für zwei Tage durchgesetzt. Was für unsere Felarbeit (= direkte Übersetzung von field work) nicht so förderlich war

Spannenderweise durften wir am Tag eins durch die örtliche "rocky shore", "sandy beach" und "seagrass area" latschen, um die unendliche Schönheit der örtlichen "Seegurken-Population" oder die sehr beruhigende Anwesenheit des "blue-dotted octupus" (der Biss kann tödlich sein, auf alle Fälle aber extrem schmerzhaft) zu bewundern. Begleitet wurden wir von einem nervtötenden unendlichen Regenguss, der trotz Regenschutz irgendwie doch immer einen Weg in den Ärmel oder den Kragen finden konnte. Dannach durften wir uns aber beim "Afternoon tea" (jaja die britische Kolonie kommt doch noch so hier und da mal durch) trockenen und entspannen.

Überhaupt war der Dreitagestrip eher eine kulinarische Reise als eine Exkursion. Begonnen hat der Tag um 7 (!) mit einem ausgiebigen Breakfast (Eier, Speck, Cereals, Toast, etc.), um 10 war es dann Zeit für den Morning Tea (Kuchen, Kekse), pünktlich um 12 war dann Mittagessen, der Nachmittag wurde durch den Afternoon Tea um halb 4 durchbrochen und schließlich um 6 dann das Abendessen. Durchbrochen wurde der Essenplan nur durch ein paar kurze Spaziergänge zwecks wissenschaftlicher Rechtfertigung der Exkursion.

Tag zwei war bestimmt durch ein äußerst sinnvolles Research project. Thema unserer Arbeit: diversity and abundance of species above and unterneath rocks in the intertidal area in Moreton Bay. Die ganze Arbeit war auch so interessant wie der Titel: hauptsächlich Steine umdrehen und schauen, was darunter ist. Das Ganze wurde dann hochwissenschaftlich aufgeblasen am Abend vor versammelter Mannschaft präsentiert. Nur soviel soll dazu gesagt sein: unser Projekt war NICHT das langweiligste.

Tag drei war dafür umso geiler. Erstens war mal das Wetter endlich passend mit 35 Grad und Sonnenschein. Der Tag hat mit einem Ausflug auf die andere Seite der Insel begonnen. Dort sind wir dann einen genialen Uferweg entlang gewandert von einem Strand zum anderen. Dabei habe ich sogar ein paar Delfine und Schildkröten und einen Rochen gesichtet. Am letzten Strand hat uns dann unser Lunch erwartet und ein herrliches Bad im Meer, dass ich nach dem schweißtreibenen Herumgewandere auch dringend nötig hatte. Obwohl ich ja mittlerweile das konstante Schwitzen gewöhnt bin. Es variiert nur die Intensität des Geschwitzes im Laufe des Tages von "leicht schwitzend" bis "verdammt ich transpiriere zu Tode".

Dannach sind wir schwup-die-wup mit der Fähre wieder auf die andere Seite und zurück in den Uni-Alltag geschippert. Zum Glück darf ich jetzt einen Report über unser "tolles" Projekt schreiben. Keine Ahnung wie ich da auf die geforderten 3000 Worte kommen soll. Naja vielleicht schreib ich ja einfach: "Under rock number one I found 15 oysters, 4 little black snails and a crab. Under rock number 2 I found..." by the way: Wir haben 40 Steine umgedreht. ;)




















Mittwoch, 16. März 2011

Die Dinge nehmen ihren Lauf...

Heute war ein erfolgreicher Tag in vielerlei Hinsicht. Zum einen bin ich seit heute Morgen stolze Besitzerin eines 30 Dollar Bikes. Der größte Vorteil an diesem Rad ist wohl der Preis, aber der ist ziemlich überzeugend. ;) Der Rest davon ist leider eher bescheiden (extrem dirty, keine Luft in den Reifen und nur Gott weiß, ob die Bremsen tatsächlich funktionieren). Aber nachdem ich ja enormes Gottvertrauen besitze, bin ich zuversichtlich, dass sich mein Flitzer als echter Glücksgriff entpuppt. 

Bin einfach nur froh, wenn ich nicht mehr abhängig bin von dem extrem bescheuerten Bussystem in Brisbane. Die Fahrpläne sind eigentlich völlig überflüssig. Man stelle sich folgendes Szenario vor: Ich komme zur Bushaltestelle und sehe Folgendes auf der Anzeige: 124 10:25, 110 10:30, 125 10:42. Ok mein Hausverstand sagt mir also, nachdem es auf meiner Uhr 10:20 ist, dass der nächste Bus der 124er um 10:25 ist. Offensichtlich besitze ich wohl gar keinen Hausverstand, da der erste Bus der ankommt, der 125er um 10:22 ist??? Also das System funktioniert so: Man kommt zur Bushaltestelle, ignoriert die Anzeige und wartet einfach solange bis der Bus kommt, den man braucht. Dauert ca. zwischen 2 und 50 Minuten. Daher also: Juhu ich hab ein Fahrrad! :)

Das zweite Ereignis heute war die Installation des WLAN Modems. Und tatsächlich funktioniert das Netz jetzt ziemlich gut. Also Mama jetzt habe ich keine Ausrede mehr, warum ich nicht mit dir skypen kann und ich muss wohl doch mal mein Zimmer aufräumen. ;)

Außerdem hab ich heut die erste Präsentation auf der Uni gehabt in meinem Education Kurs. Das Ganze hat schon mal super begonnen, nachdem der Ton leider nicht funktioniert hat von dem Video am Anfang und dann hat auch das Internet rumgesponnen. Naja, dafür hab ich mich dann nur 100 Mal versprochen und ich bin nit sicher, ob irgendwer was verstanden hat. Wobei es wahrscheinlich auch besser so ist, wenn man den Unsinn betrachtet, den ich da so von mir gegeben hab. Aber dafür haben dann alle brav mitdiskutiert.

Am Abend war ich jetzt noch in meiner ersten Taekwondo Einheit. Bin dort gleich mal im "Teakwondo I can't do without" Shirt aufgetaucht und wurde daher gleich mal von einer Kollegin angesprochen. Die Konversation hat ungefähr folgendermaßen ausgesehen:

Sie: Have you been practicing Taekwondo before?
Ich: Yes, actually I have the yellow belt back in Austria.
Sie: Oh, so you are quite good at it?
Ich: No, not really, but I know some punches and kicks and some patterns.

Daraufhin haben wir dann angefangen mit dem Training. Nach ungefähr 10 Minuten hab ich keine Luft mehr bekommen, nach 30 Minuten ist mir schwarz vor den Augen geworden und nach 50 Minuten war ich glaub ich schon im Koma und nur mehr mein Unterbewusstsein hat weiter trainiert. Anyway... bei meinen schon bekannten "punches and kicks" bin ich jedenfalls sogar schon bei der Vorwärtsfußstellung (Taekwondo Insider wissen wovon ich spreche, alle anderen: schauts gefälligst im Internet nach! :) 10 mal vom Trainer korrigiert worden und mein Handkantenschlag wurde nur mit einem Kopfschütteln seinerseits kommentiert. Ich bin dann jedenfalls ziemlich kleinlaut aus dem Martial Arts Gym geschlichen. Fürs nächste Mal weiß ich jedenfalls, dass man tief fallen kann, wenn man aufs hohe Ross steigt. ;)

So weit mal das Neueste. Am Wochenende gehts auf Exkursion mit meinem Australian Marine Environment Kurs nach Moreton Bay. Freu mich schon darauf und werde sobald ich kann davon berichten!

Sonntag, 6. März 2011

Ausflug zum Mount Coot-tha


Unser ausflugswütige „Rudel“ hat sich heute am Sonntag wieder mal zu einer Exkursion entschlossen. Ziel diesmal ist der Hausberg von Brisbane (sozusagen der „Schlossberg“ der Brisbanianer oder Brisbanesen???), der berühmte „Mount“ Coot-tha. Ja liebe Leute, mit der Zeit gewöhnt man sich an die ganzen komischen Namen. Ich kann mittlerweile schon zwischen Woollongabba, Mooroka, Yronga, Coorparoo etc. unterscheiden (das sind alles Stadtteile von Brisbane). Den Namen „Mount“ hat er allerdings wirklich nur bedingt verdient. In Österreich ist das wohl eher ein besserer Hügel. Naja, lassen wir halt den Australiern die Freude.

Wir sind dann jedenfalls zu moderater Stunde (ca. 12 zu Mittag) in den Zug zur City gestiegen und diesmal auch ohne Verfahren am King George Square eingetroffen. Ziemlich genial sind die immer wieder zwischen den Hochhäusern auftauchenden kleinen alten Gebäude. So wie z.B. die City Hall auf dem Foto mit den adäquaten feudalen Löwen davor. Richtig im Touristenstil hab ich gleich mal haltmachen müssen, um ein paar doofe Fotos mit den örtlichen Känguru Statuen machen zu können. An dieser Stelle muss ich eingestehen, dass man DOCH auf Kängurus reiten kann (vielleicht aber doch nicht in die Arbeit Schatzi ;).



Anyway… nach der touristischen Fotosession sind wir dann auch gleich in den richtigen Bus zum Mount Coot-tha eingestiegen und heil im Botanic Garden angekommen. Ohne den Grazer Botanikern auf den Schlips treten zu wollen: Ihr könnts einpacken mit eurem Kräutergarten! (offizielle Bezeichnung: „Botanischer Garten“). Dort haben wir uns durch den „Exotic Rainforest“ bis zum Japanischen Garten durchgeschlagen. Die dort kultivierte Bonsai Sammlung ist echt ein Wahnsinn. Miniaturbäume, die sooooo echt ausschauen wie große Bäume (ok sie sind natürlich auch echt, aber halt nicht groß). Oje, da kommt mein biologisches Unwissen wieder zum Vorschein. Sollten meine Biologie Professoren durch Zufall ebenfalls den Blog lesen: Ich weiß immer noch, dass DNA Desoxiribonucleinsäure heißt.
Mein besonderer Liebling des Gartens ist aber der Kakao Baum. Da ist auf Anhieb Sympathie in der Luft gelegen. Nur leider wollte er dann doch nicht mit mir mitgehen. Gute Erziehung wahrscheinlich („Steig zu keinem Fremden ins Auto…“). An dieser Stelle: Liebe Mama, wie wäre es mit ein paar Kakaobäumen im „Gemüsegarten“ statt den sinnlosen Blumen und dem Basilikum-Urwald? Auf alle Fälle eine Option oder? Eine eigenen Schokoladeproduktion… *schmatz*. Besonders lieb sind auch die anderen Bewohner des Botanic Gardens. Ein lizard hat sich dort in der Wärme auf einem Stein gesonnt. Weniger lieb ist die örtlichen Spinnen Population. Die haben alle extrem gefährlich ausgesehen. Zumindest aus dem 20 Meter Sicherheitsabstand, den ich stets versuche einzuhalten.






Nach einem netten Spaziergang durch den Garten sind wir dann weiter zum Mount Coot-tha Lookout. Der hat sich tatsächlich als sehenswert erwiesen und ein paar tolle „Skyline“ Fotos von Brisbane ergeben. Wer in dem ganzen Grün die Stadt findet ist super. Leider ist die Wanderung zum Wasserfall leider ausgefallen, da der letzte Bus in die City ja schließlich schon um 5 von dort geht. Die spinnen überhaupt ein bisschen die Australier mit ihren Zeiten. Uni Partys beginnen um 6 (!) am Abend und hören dafür um 12 auf. Naja zugegeben die Australier sind bis dahin e alle so nudelfett, dass sie heim müssen, aber trotzdem: Was sind das bitte für Zeiten? Ist ja wie im Altersheim. Ich sehe schon, ich muss denen mal zeigen, was echte Wipäd Fortgeh Zeiten sind (ja liebe Klasse, ich habe euch nicht vergessen! Lasst die Tradition auch ohne mich nicht untergehen!).



Freitag, 4. März 2011

Business as usual...


Habe jetzt die erste Woche auf der Uni erfolgreich überstanden. Was soll ich sagen? Uni halt. Irgendwie ist es doch überall auf den Unis das Gleiche. Da sitzen ca. 50 bis 100 gelangweilte Studenten im Hörsaal und kämpfen mehr oder weniger erfolglos gegen den Sekundenschlaf an und dann noch der/die Professor/in (muss mir Stock-sei-Dank das Gendern angewöhnen), die da dezent gelangweilt ihre eigenen Folien präsentieren. Hauptaufgabe der Vorlesungen scheint es zu sein die jeweiligen Eigenwerke der Professoren zu horrenden Preisen feilzubieten. Ein Verkaufsseminar sozusagen. Wie alle anderen braven Erstsemestrigen (ja ich bin SCHON WIEDER da gelandet „grumml“) bin ich natürlich sofort losgestartet in den örtlichen Bookshop und hab mir die empfohlene Fachliteratur besorgt. Zu Hause musste ich dann allerdings feststellen, dass ich 1. einen Reader im EBW Stile (für alle, die nicht wissen was das ist: dermaßen wertfreier zusammengestückelter Kaminanzünder) und 2. ein Textbook für 150 (!) Dollar erstanden habe. AAAAH dieser böse Kaufrausch zu Beginn des Semesters beginnt wieder die Oberhand zu gewinnen. Muss schleunigst in alte Uni-Graz-Muster zurückfallen und einfach bis 2 Wochen vor der Prüfung gar keine Unterlagen besitzen. Dann weiß man wenigstens, was wichtig ist.

Anyway… sonst ist es gar nicht so schlecht, das australische System. Zu jeder Lecture (= Vorlesung) gibt es ein Tutorial (= würde ich eher als Übung übersetzen), wo man dann die allseits beliebten Gruppenarbeiten, Hausübungen und Präsentationen macht. Dafür sind im Tutorial aber nur ca. 20 Leute, was recht angenehm ist, wenn man aufpassen will und recht doof, wenn man in der letzten Reihe seinen Rausch ausschlafen will. Das Niveau ist auch recht hoch. Alle Professoren sind schon in der ersten Lecture voll angefahren mit den Werten. In jeden Kurs sind normalerweise 2 Exams und zusätzlich Gruppenarbeiten/Präsentationen/Hausübungen zu machen. Also ähnlich wie daheim. Mein Problem ist nur, dass es auf der UQ extrem viele internationale Studenten gibt und daher überhaupt keine Rücksicht genommen wird (ja ich bin soooooo arm!) :P Naja, schauen wir mal, wie sich das Ganze entwickelt.

Was macht man in Brisbane an einem sonnigen Nachmittag?


Zur Erholung von den Strapazen der ersten Uni Tage, waren wir am Donnerstag im „Yronga Park“ Schwimmbad. Also wenn ihr mich fragt, haben die Australier eindeutig eine Schraube locker. Wer jetzt den gemütlichen Betrieb eines Freibads bei uns daheim im Sinn hat (Bsp.: Friesacher Kinderplantschbecken bzw. Margarethenbad Studententauche) irrt sich gewaltig! Da schwimmen unzählige hochmotivierte Australier endlos ihre Bahnen begleitet vom fröhlichen Pfeifen des örtlichen Triathlon-Trainers. Unbelievable! Sogar die Kinder sind schon angesteckt von dem seltsamen Virus und schwimmen ebenfalls wie die Deppen auf und ab anstatt sich eine ordentliche Wasserschlacht zu liefern oder sich ein bisse gegenseitig zu tauchen bis einer weint.

Wir haben daraufhin leicht irritiert vorerst von unserem Badevorhaben abgelassen und uns lieber dem öffentlichen BBQ Griller zugewandt (sowas brauchen wir auch daheim!). Nachdem wir dann unsere gefühlten 100 kg Fleisch/Salate/Knoblauchbrot und Saucen intus hatten, war die Motivation zum Schwimmen komischerweise auch nicht wirklich gestiegen. Die Jungs haben sich aber dann doch brav dazu aufgerafft und sich in die für Pensionisten und anderweitig gehandycappte Leute reservierte Slow-Line geworfen. Ich habe mich dann auch zu einer Runde „Herumtreiben lassen“ überwinden können und mich in die ca. 30 Grad warme Fluten gestürzt. Konnte hinterher in Erfahrung bringen, dass die Schwimmbecken (zum Glück!) beheizbar sind. Sonst würden die Bakterien ja sicherlich zu kalt bekommen oder so???

Leider hat sich der „sonnige“ Nachmittag als eher regnerisch erwiesen und wir wurden schließlich von einem der hier üblichen „leichten“ Regengüssen vertrieben. Jeder von uns kennt sicher die Regengüsse im Sommer, wenn es für 10 Minuten so richtig schüttet und dann ist alles wieder vorbei und die Sonne kommt raus? Hier ist es nicht so. Da regnet es für mindestens 3 Stunden so extrem, dass man Angst hat, dass einem der Himmel auf den Kopf fällt (die haben schon gewusst, warum sie sich davor gefürchtet haben, die Gallier! Vielleicht waren die mal in Australien oder so). Ja das Leben ist hart in den Bergen…